Hausärztliche PraxisDagmar SchlicksuppKlassische Homöopathie
Anthroposophische Medizin

Was ist Homöopathie?

Homöo–pathie bedeutet: „Ähnliches Leiden“.

Eine Substanz aus der Natur kann eine Störung oder Vergiftung beim Menschen hervorrufen. Wenn dieser Stoff aber durch die Methode des Potenzierens verändert und als Heilmittel gegeben wird, kann er einen Menschen heilen, wenn er ähnliche Symptome der Krankheit wie dieses ursprüngliche Vergiftungsbild zeigt.

Strauch der Tollkirsche (Belladonna)

Tollkirsche (Belladonna)

Beispiel: Das Gift der Tollkirsche (Belladonna) kann Schwindel und Hitze, Gesichtsrötung und Halluzinationen hervorrufen. Gibt man es als potenziertes Heilmittel einem Fieberkranken mit eben solchen Symptomen, kann man sein besonderes Fieber zu einem baldigen Rückgang bringen.

Wieso wirkt die Arznei beim Menschen?

Der Ausgangsstoff für das Heilmittel wird nicht nur verdünnt, sondern er wird nach genauen Angaben verschüttelt. Dadurch wird seine Wirkweise verändert. Man nennt diesen Vorgang Potenzieren: die Kraft und Fähigkeit (Potenz) des Grundstoffes wird umgekehrt; oder auch: sie wird zu einer energetischen Information für den kranken Körper.

Welche Stoffe werden verwendet?

Alle in der Natur vorkommenden Substanzen können im Prinzip verwendet werden, zum Beispiel:

Wer hat die Homöopathie entwickelt?

Diese große Leistung vollbrachte Samuel Hahnemann, ein Arzt und Apotheker, geboren 1755. Als er im Laufe seines Studiums die oft lebensgefährlichen Methoden der damaligen Ärzte erlebte, begann er intensiv nach besseren Heilmöglichkeiten zu suchen.

Samuel Hahnemann

Samuel Hahnemann

Durch genaue Beobachtung erkannte er die Wirkungen der Heilpflanzen, und entwickelte dann als genialen Wurf die Methode des Potenzierens. Er führte auch einen großen Selbstversuch mit Chinarinde (Chinin) durch, um deren Wirkungen zu studieren, und notierte genau alle Vergiftungszeichen, die sich bei ihm selbst zeigten.

Zahlreiche Substanzen wurden von ihm geprüft und viele Hinweise und Regeln für die Behandlung in seinen Büchern hinterlassen, nach denen wir noch heute arbeiten. Ergänzt und erweitert wurde dieses Wissen von nachfolgenden Ärzten und Forschern auf der ganzen Welt, von Indien bis Amerika.

Moderne homöopathische Forscher wie Jan Scholten, Rajan Sankaran u.a. integrieren die Vielzahl der Substanzen der Naturreiche in ein komplexes Ordnungssystem, durch welches die Verbindung zu den Wesens- und Erkrankungstypen der Menschen besser und logischer gefunden werden kann. Zahlreiche Forscher haben sich heute auf den Weg gemacht, die mannigfachen Heilerfolge mittels Homöopathie endlich erklärbar zu machen. – Weitere Informationen

Wer kann homöopathisch behandelt werden?

Die Universalität der homöopathischen Heilkräfte ist erstaunlich. Zwar ist sie auch in Notfällen vom Geübten einsetzbar, in unserer Zeit hat Hahnemanns Methode aber vor allem bei den langdauernden, „chronischen“ Erkrankungen, bei allen Arten von seelischen Störungen und bei akuten Infekten ihre Aufgabe. Ob es sich um Magen-Darm-Erkrankungen, Gelenkleiden, nervöse Störungen, Allergien oder Neurodermitis handelt, überall kann die Homöopathie helfen und heilen.

Sehr gut wirkt sie auch bei Kindern; bei akuten Erkrankungen kann man oft das Antibiotikum vermeiden.

Einen dringenden chirurgischen Eingriff kann Homöopathie nicht ersetzen, bei irreversiblen Organschäden kann sie immerhin flankierend helfen. Die Erfolge der modernen Notfall- und Intensivmedizin können sicher nicht in Frage gestellt werden. Erst in der Zukunft aber werden die noch ungeahnten Möglichkeiten der Homöopathie einmal erforscht und angewandt werden können.

Gibt es unterschiedliche homöopathische Methoden?

Hahnemanns Methode ist die Klassische Homöopathie: er behandelte nur mit Einzelmitteln und verpflichtete auch seine Schüler zu der „einzig wahren Methode“: Es wird eine genaue Sammlung der Krankheitszeichen und Eigenschaften des Patienten aufgenommen; daraus wird mit einer speziellen Analyse-Methode ein individuelles Symptombild zusammengestellt und das persönlich und individuell passende Mittel ausgewählt.

Diese Konstitutionsbehandlung kann sehr schnell, innerhalb von Tagen, Verbesserungen für den Leidenden erzielen; kann sich dann aber auch einen längeren Zeitraum erstrecken, wenn es sich um sehr schwerwiegende, lange bestehende, ober um mehrere überlagerte Krankheiten handelt.

Es wurden viele abgewandelte Methoden entwickelt, jeweils mit eigenen Heilmitteln: Bachblüten und Schüsslersalze in der Volksmedizin, verschiedene Komplexmittel, aus mehreren bis sehr vielen Einzelmitteln zusammengesetzt – sie alle können einfacher ausgewählt, und oft nach Krankheitsbildern, weniger individuell, gegeben werden. Ihre Wirkung kann kurzfristig gut sein, sie wirken aber nicht so tiefgehend.

Wie kann ich mich homöopathisch behandeln lassen?

Die Klassische homöopathische Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch zu Ihrer Krankengeschichte (Anamnese).

Daraufhin wird das individuelle Konstitutionsbild erstellt und das angezeigte Mittel ausgewählt. Dieses wird Ihnen dann verordnet.

Nach der Einnahme der Arznei wird in vereinbarten Abständen über die Veränderungen Ihres Befindens gesprochen, aus denen der Arzt die Wirkung ablesen kann. Je nach dem kann abgewartet oder ein weiteres Mittel gegeben werden. Meistens handelt es sich bei der Konstitutionsbehandlung um einen länger dauernden zeitlichen Entwicklungsprozeß, der die energetischen Störungen der verschiedenen Seinsebenen des Menschen wieder ins Gleichgewicht und in eine positive, den eigenen echten Lebenszielen entsprechende Richtung bewegt.

So kann der bestmögliche Gesundungsprozess in Gang gebracht werden.

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